{"id":10,"date":"2021-07-13T17:32:20","date_gmt":"2021-07-13T15:32:20","guid":{"rendered":"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/?page_id=10"},"modified":"2025-02-24T16:13:51","modified_gmt":"2025-02-24T15:13:51","slug":"schmiedthof","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/de_de\/schmiedthof\/","title":{"rendered":"S\u00fcdtiroler Bio-Kr\u00e4uter vom Schmiedthof"},"content":{"rendered":"<p><strong>Unsere Hofgeschichte<\/strong><br>Der Schmied wird urkundlich erstmals um 1350 als \u201eSmid\u201c erw\u00e4hnt, erst 1475 als Schmidhof. Der Namen stammt von einem ehemaligen Grundherrn im Hofamt von Brixen, Herrn Schmied. Wie der gesamte St. Leonhardner Berg, urspr\u00fcnglich \u201eReuterberg\u201c (d.h. gerodeter Berg), geh\u00f6rte auch der Schmiedthof im zum F\u00fcrstbisch\u00f6flichen Eigentum von Brixen.<br>Der Hof ist 1920 von einem Nachbarn abgebrannt worden. Nach einer Auss\u00f6hnung, haben der damalige Besitzer Johann Windisch und der besagte Nachbar gemeinsam eine \u201cBildungsreise\u201c ins benachbarte Tirol unternommen, um f\u00fcr den Wiederaufbau neue Ideen heimzubringen. Fr\u00fcher war der Hof als Paarhof errichtet. Nord-S\u00fcd ausgerichtet mit getrennten Wohn- und Wirtschaftsgeb\u00e4uden. In Nordtirol hat Windisch den zusammengebauten Wohn- und Wirtschaftstrakt abgeschaut und hat den Hof quer zum Hang hin gebaut.<br>Im Jahre 1937 hat Mariangelus Agreiter aus Welschellen den Hof gekauft und Regina Mellauner geehelicht.<br>Aus der Ehe von Regina und Mariangelus sind 4 T\u00f6chter hervorgegangen. Die \u00c4lteste, Emma, hat 1950 Franz Frener aus Afers geheiratet und mit ihm zusammen den Hof \u00fcbernommen.<\/p><p><br><strong>Familie Frener<\/strong><br>Emma und Franz bekamen 2 S\u00f6hne, Georg und Engelbert. Franz war ausgebildeter Schneider und hat mit verschiedenen Arbeiten ein Zubrot verdient, w\u00e4hrend Emma mit den Kindern den S\u00fcdtiroler Bergbauernhof bearbeitet hat.<br>Engelbert Frener hat 1981 Rita Me\u00dfner geheiratet und 1983 den Hof \u00fcbernommen. Mit der Hof\u00fcbernahme hat Engelbert den Hof sofort auf Bio-Anbau umgestellt. Das Ziel war: Eigenversorgung mit gesunder biologischer Nahrung: Gem\u00fcse, Getreide, Kartoffeln, Fleisch und Milch.<br>Rita und Engelbert haben 4 Kinder: Magdalena, Lienhard, Walburga und Laurenz.<br>Bald schon kamen Bekannte mit der Bitte herangetreten, auch f\u00fcr sie Gesundes aus dem Garten anzubauen. So wurde der Anbau etwas \u00fcber die Familieneigenen Bed\u00fcrfnisse hinaus erweitert.<br>Der Schmiedthof kann f\u00fcr 4 \u2013 5 K\u00fche Futter abwerfen. Bis in die 1980-Jahre wurde die Milch zu Butter verarbeitet und diese an Kundschaften in der Stadt direkt verkauft.<br>Engelbert hat die Milch in die Sennereigenossenschaft Brixen geliefert, um etwas mehr Einnahmen daraus zu generieren.<br>Bald wurde aber erkannt, dass die gute Biomilch damals nur der konventionellen Milch beigemengt wurde und der Mehrwert der Biomilch nicht gesch\u00e4tzt wurde. So wurde auf Anraten eines Freundes beschlossen, die qualitative Biomilch zu K\u00e4se, Rahm und Butter zu verarbeiten.<br>In dieser Zeit hat sich im mittleren Eisacktal eine sehr fortschrittliche Gruppe an Konsumenten herausgebildet: der \u201eSelbstabholerkreis\u201c.<br>Unter der Woche wurden an einem vereinbarten Ort in Brixen die leeren Beh\u00e4lter und Stofftaschen mit den Bestellungen der einzelnen Familien abgeholt und am Freitag mit frisch gemachter Butter, mit K\u00e4se und Gem\u00fcse bef\u00fcllt. Diese wurden dann im rotierenden System von den einzelnen Familien f\u00fcr alle zusammen abgeholt, sofern wir nicht ohnehin nach Brixen gefahren sind. Also absolut regional mit 0 km.<\/p><p><br><strong>Das Bauernhaus des Schmiedthofs<\/strong><br>Zu gesamten Einstellung von Familie Frener war es folgerichtig, dass auch das neue Wohnhaus nach baubiologischen Richtlinien erbaut wurde. Gemeinsam mit Arch. Dr. Klaus Griesser und Dr. Walter Unterrainer wurde ein neues Wohnhaus nach streng \u00f6kologischen Richtlinien erbaut, eine Pionierarbeit, da es zu dieser Zeit in S\u00fcdtirol keine Modelle f\u00fcr ein Bio-Bauernhaus gab. Die Idee des Bio-Hausbaues war damals sehr neu, sodass viele Baumaterialien noch nicht bekannt waren. Engelbert hat das Haus zum gr\u00f6\u00dften Teil mit Eigenleistung erbaut. 1990, am 6. M\u00e4rz wurde Einzug gefeiert.<br>Engelbert musste als Ofenbauer ausw\u00e4rts Geld dazuverdienen, damit die Familie das n\u00f6tige Kleingeld f\u00fcr die Schulden am Haus und zum Leben hatten. Da die Arbeit zu viel wurde, wurde nach 6 Jahren entschieden, die K\u00e4seproduktion einzustellen und die gesamte Kraft in den in der Zwischenzeit begonnenen Kr\u00e4uteranbau zu investieren.<\/p><figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"400\" src=\"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW6499-min.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-612\" srcset=\"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW6499-min.jpg 1000w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW6499-min-600x240.jpg 600w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW6499-min-300x120.jpg 300w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW6499-min-768x307.jpg 768w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW6499-min-18x7.jpg 18w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure><p><strong>Geschichte des Kr\u00e4uteranbaus am Schmiedthof<\/strong><br>Der Bund Alternativer Anbauer, welchem auch der Schmiedthof angeh\u00f6rt, hat jeden Herbst im Kloster Neustift ein Erntefest veranstaltet, wo Engelbert und Rita mit ihren Kindern hingegangen sind und ihre \u00fcbersch\u00fcssigen Bioprodukte zum Verkauf angeboten haben.<br>Neben dem Gem\u00fcsestand der Familie Frener war ein kleiner Kr\u00e4uterstand aufgebaut. Frau Martha Mulser vom Pflegerhof hat diesen Stand betreut. Dieser hatte es Magdalena, der \u00c4ltesten, besonders angetan.<br>Die damals 9-J\u00e4hrige wollte unbedingt, dass auch am Schmiedthof Kr\u00e4uter angebaut werden, denn sie war \u00e4u\u00dferst fasziniert von den angebotenen Kr\u00e4utern.<br>Auch Rita konnte Kr\u00e4utern Interesse abgewinnen und hatte bereits viel Wissen von ihrer Gro\u00dfmutter und ihrer Schwiegermutter erhalten. Doch hatte sie zu jenem Zeitpunkt mit 4 kleinen Kindern und der Arbeit am Hof gen\u00fcgend zu tun und wollte sich nicht noch die aufw\u00e4ndige Kr\u00e4uterarbeit antun. <br>Und so ergriffen die 4 Kinder unter Magdalenas Anleitungen die Eigeninitiative und pflanzten die ersten Kr\u00e4uter. W\u00e4hrend des darauffolgenden Sommers haben die Kinder gemeinsam und selbst\u00e4ndig Kr\u00e4uter gesammelt und am Dachboden getrocknet. Da im Hause Frener schon immer viele Kr\u00e4uter Anwendung gefunden haben, haben die Kinder die wichtigsten auch schon gekannt. Die ersten Kr\u00e4uter wie Schafgarbe, Spitzweger, Holunder, Frauenmantel, Rotklee, etc. stammten aus der Wildsammlung.<br>Beim n\u00e4chsten Bio-Fest im Jahre 1993 haben die Kinder 15 Tees\u00e4ckchen auf der alten Briefwaage abgef\u00fcllt und am Bio-Fest verkauft. Bereits um 8.30 Uhr waren diese schon ausverkauft \u2013 die Freude und die Motivation war riesengro\u00df. Beim Bio-Fest im folgenden Jahr ist die Verkaufsmenge schon auf 75 S\u00e4ckchen und ein Jahr sp\u00e4ter auf 150 angestiegen.<br>Da die Begeisterung gleichsam mit gestiegen ist, wurden im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr zus\u00e4tzliche Kr\u00e4uterpflanzen besorgt, damit die Kr\u00e4utermischungen auch etwas bunter, geschmacklich besser und abwechslungsreicher wurden. Im Gem\u00fcsefeld durften die Kinder ihre Kr\u00e4uter unter der Bedingung anbauen, dass sie alleine f\u00fcr die Pflege und Ernte zust\u00e4ndig sind. Sie haben ihre Aufgabe sehr gut gemacht \u2013 bis zum sp\u00e4ten Sommer. Da war dann doch zu viel Unkraut in den Kr\u00e4utern, welches sie nicht bew\u00e4ltigen konnten. So hat Mama Rita ihnen geholfen, den Salbei, die Zitronenmelisse und den Thymian zu j\u00e4ten.<br>Die Arbeit mit den duftenden und bl\u00fchenden Pflanzen hat Rita in ihren Bann gezogen und so viel Freude bereitet, dass sie in das Kr\u00e4uterprojekt der Kinder eingestiegen ist. So wurde jedes Jahr der Anbau etwas gesteigert. Engelbert hat eine kleine Trockenanlage gebaut, damit die Qualit\u00e4t der Kr\u00e4uter gesteigert werden konnte.<br>Rita hat einiges an Kr\u00e4uterwissen in die Wiege gelegt bekommen, und dieses konnte sie \u00fcber verschiedene Fortbildungsangebote erweitern. An der Laimburg hat sie sich zur Kr\u00e4uter-Anbauerin ausbilden lassen.<br>Am neu gestarteten BIO-Bauernmarkt in Brixen und anderen kleinen Veranstaltungen haben die Schmiedthof-Kr\u00e4uter reges Interesse bei den Menschen gefunden \u2013 und somit war der Grundstein f\u00fcr den heutigen Kr\u00e4uterhof gelegt.<\/p><div class=\"wp-block-buttons is-horizontal is-content-justification-center is-layout-flex wp-container-core-buttons-is-layout-499968f5 wp-block-buttons-is-layout-flex\"><div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/ueber-uns\/\">Der Schmiedthof heute<\/a><\/div>\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/\">Herba Plose<\/a><\/div><\/div><figure class=\"wp-block-image size-full is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"400\" src=\"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW5282-min.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-598\" srcset=\"https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW5282-min.jpg 1000w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW5282-min-600x240.jpg 600w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW5282-min-300x120.jpg 300w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW5282-min-768x307.jpg 768w, https:\/\/rc3.koblenzweb.de\/wp-content\/uploads\/2023\/05\/\u00a9wisthaler.com_20_08_Kraeuterhof_giada__HAW5282-min-18x7.jpg 18w\" sizes=\"auto, (max-width: 1000px) 100vw, 1000px\" \/><\/figure>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere HofgeschichteDer Schmied wird urkundlich erstmals um 1350 als \u201eSmid\u201c erw\u00e4hnt, erst 1475 als Schmidhof. 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