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Herz Jesu am Schmiedthof

Herz Jesu am Schmiedthof

https://www.youtube.com/watch?v=Ju7MqjwPacA&t=3s

In diesem Beitrag verraten wir dir, warum wir den Baum gefällt haben und warum unsere Esel-Damen daran Schuld sind.

Die Kirschbäume haben wir für das gestrige Herz-Jesu-Feuer gefällt. Der Brauch, rund um die Sommersonnenwende Feuer zu entzünden, geht ursprünglich auf einen mittelalterlichen Brauch zurück. Mitte Juni erreicht die Sonne zur Sommersonnenwende ihren höchsten Stand und hat daher eine besondere Kraft. Als Symbol der Sonne gilt das Feuer. Es steht für Heilung, Fruchtbarkeit und Segen für Mensch, Tier und Natur. Am längsten Tag im Jahr, also zur Sommersonnenwende, wurden daher bereits in vorchristlichen Zeiten reinigende Sonnwendfeuer entfacht.

Im Zuge der Christianisierung wurden die Sonnwendfeuer zu Ehren von Heiligen angezündet und schließlich vom Herz-Jesu-Feuer abgelöst.

Im 18. Jahrhundert wurde der Feuerbrauch neu gedeutet und wird noch heute in allen Teilen des Landes gefeiert. 1796 versprachen Tiroler Landstände angesichts der drohenden Gefahr durch den Einmarsch der Truppen Napoleons feierlich, das Land dem „Heiligsten Herzen Jesu“ anzuvertrauen und diesem jedes Jahr aufs Neue zu gedenken.

Nach dem überraschenden Sieg der Tiroler Truppen über die Franzosen wurde der sogenannte Herz-Jesu-Sonntag am 3. Sonntag nach Pfingsten gefeiert.

Andreas Hofer erneuerte das Gelöbnis vor der Schlacht am Bergisel gegen die Franzosen und Bayern als einigendes Band unter den Tirolern: auch Hofers Truppen siegten, und dies machte den Herz-Jesu-Sonntag zum hohen Feiertag. Die Herz-Jesu-Feuer werden heute noch in vielen Tälern entzündet und beleuchten Berggipfel und Hänge in Südtirol.

Und was haben unsere Esel mit dem Ganzen zu tun? Sie haben im letzten Sommer die Rinde unserer Kirschbäume abgenagt, was das Absterben der Bäume zur Folge hatte. Heuer waren die Bäume trocken genug, um sie verbrennen zu können.

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